Mittwoch, 3. November 2010

Steinwesen I





Mein erstes Steinwesen 2001

"Langsamkeit - Schauen"



LANGSAMKEIT - SCHAUEN

Wir sammeln Eindrücke – so viele.
Jeden Tag die Verdichtung.
Jeden Tag ein schaffen wollen – schaffen müssen.
Jeden Tag mehrfach ein anderes Denken.
Überlagerung in das Unlesbare.

Die Klarheit lässt auf sich warten.

LANGSAMKEIT- SCHAUEN
Das ist die Nachricht.
Langsam.
Schauen.
Ordnung in sich schaffen.
Bedachtsamkeit.
Bei jedem Schritt etwas in die Wirklichkeit bringen.


Linz 0nein, 2009

Eine Zeichnung

"Mir deucht es wird ein Regen sein, ein Regen aus den Wolken......."








28.Juni.
Ich liebe das Leben.

Ätzradierungen von meinen Angiographie- und MR Bildern
Plattengröße 18 x 18cm, 2007

Ausstellungsbeteiligung bei "Mir deucht es wird ein Regen sein" in der Galerie Forum Wels 2007

Montag, 1. November 2010

"Gratwanderung"








Wie nahe sind wir uns?
Wo ist die Grenze?
Wann bin ich die, die etwas in die Hand nimmt. –
Wann ist es der andere?

Eine Gratwanderung.

Ein Moment – und man fällt.

Diese Menschen. – In gewissen Momenten sind sie viel stärker
als wir, die glauben zu wissen.

Man trägt etwas, das ein anderer nie aushalten würde.
Man trägt es und lacht.



Kohler Klara









Von Mai bis Oktober 2007 erhielt ich ein Stipendium im Institut Hartheim, in deren Atelierräumen ich neben meinen künstlerischen Arbeiten auch die Betreuung von 19 geistig und körperlich behinderten Personen übernahm.
Da ich selbst im vergangenen Jahr eine schwere Kopfoperation mit ungewissem Ausgang glücklich überstanden habe, war für mich der Kontakt und die Arbeit mit den Behinderten besonders intensiv.

Meine Arbeit bezog sich daher in erster Linie auf eine einfühlsame Begegnung und Wahrnehmung der unterschiedlichen Persönlichkeiten und der Förderung von malerischen und zeichnerischen Möglichkeiten der zu Betreuenden. Zu dem versuchte ich ihnen eine einfache Drucktechnik (Monotypie) nahe zu bringen. Die Ergebnisse dieser Arbeit gestalteten sich äußerst positiv.
Jeder einzelne hat seine eigene Bildsprache und ist in den Variationen seiner Motive sofort erkennbar.


Daher habe ich ein Ausstellungskonzept vorbereitet, das einerseits die Fülle zeigt (die unerschöpfliche Lust am Entstehen von Bildern) und andererseits den Versuch, eine Gratwanderung sichtbar zu machen, die jeder an sich selbst auch erkennen wird.
Zusätzlich werden eine Auswahl von Portraitfotographien gezeigt, die während meines Aufenthaltes in Hartheim entstanden sind. Mein künstlerisches Anliegen ist es dabei, das Individuum hinter diesen malerischen und zeichnerischen Impulsen zu zeigen.

"Gratwanderung"
eine Ausstellung mit beeinträchtigten Menschen aus dem Institut Hartheim und Klara Kohler, April 2008











"Odjezd"







Franz Frauenlob und ich stehen eine Stunde bewegungslos am Bahnhof in Budweis. Die Leute kommen und gehen, ohne uns wirklich wahrzunehmen; wir, die aus dem Bewegungsfluß herausfallen. Nur Wartende bemerken uns eventuell.
Eine Videokamera ist an der Schwingtüre montiert. Sobald jemand eintritt, bekommt man Einblick in die gesamte Bahnhofswartehalle. Durch Beruhigung des Bewegungsflusses pendelt sich der Videoausschnitt ein. Die Konzentration ist wieder auf die stehenden Personen gerichtet.

Video, 60min,
Franz Frauenlob und Klara Kohler, 2006

"Paarcours" 2007










"Paarcours"
Eine Ausstellung mit Franz Frauenlob in der Galerie Forum Wels, 2007