Montag, 9. September 2013

Is it really you

Fotos von Eva Bauer zur Ausstellungseröffnung  "Is it really you" in der Kunstsammlung O.Ö.:
Genaueres dazu beim vorhergehenden Post nachzulesen.









Sonntag, 25. August 2013

Ausstellungsbeteiligung in der O.Ö. Kunstsammlung

IS IT REALLY YOU 
Ausstellungsbeteiligung in der O.Ö. Kunstsammlung
20.August - 5. Oktober 2013


Kurztext zur Ausstellung
von den Kuratorinnen Mag.a. Daniela Wagenender-Stelzhammer, MA und Mag.a.Elisa Andessner

Klara Kohler
„Flügelschlag“
Zeichnung mit Aschenstaub
2013

Klara Kohler verwirklichte für die Ausstellung einzelne Fragmente einer 120m2 großen Wandzeichnung in der traditionellen Aufpaustechnik, wie sei bei Fresken, Seccomalerei und Sgraffitos verwendet wird. Mit der Unmittelbarkeit einer flüchtigen Erscheinung passt sich die Arbeit dem Titel der Ausstellung an, widersetzt sich jedoch in ihrer Temporalität - sie existiert nur für die Dauer dieser Ausstellung – jeglicher Möglichkeit des Sammelns.






(Ausstellungsaufbau: Fotos von Mag.a. Elisa Andessner)








(Ausstellungsaufbau und fertige Arbeit: Fotos von Klara Kohler)






(Fotos von Mag.a. Daniela Wageneder-Stelzhammer)


 




Donnerstag, 22. August 2013

Rückblick: Auslandsatelier auf Schloß Plüschow

Ein kleiner Rückblick aus dem Auslandsatelier auf Schloß Plüschow in Mecklenburg-Vorpommern im Mai 2013 mit Franz Frauenlob und Julian Kohler. Die Stadt Linz ermöglichte uns dies:



Klara Kohler: Holzschnitte – Videoarbeit

Für meinen Atelieraufenthalt habe ich mir die Endausfertigung aller beschnitzten Holzplatten aus der Serie 'Berg Bubu' (Holzschnitte, 30 x 40cm) vorgenommen und einen der neueren Entwürfe ( 100 x 70 cm) zu verwirklichen.
Die Arbeit an meinem druckgraphischen Werk ist seit der Geburt meines Sohnes Julian zwar gut vorangekommen, die Endausfertigung ist jedoch im Rahmen eines Atelieraufenthaltes leichter zu bewältigen, da wir uns die Arbeitsphasen gut einteilen konnten. 









Franz Frauenlob: Zeichnungen – Fotographie – Videoarbeit

Julian und ich haben täglich gezeichnet, genauer gesagt gekritzelt. Er hat es genossen, auf meinem Schoß sitzend, die mitgebrachten Stifte kennenzulernen und auszuprobieren.
In einem zweiten Schritt habe ich die Kritzeleien meines Sohnes weiterbearbeitet, wobei es mir darum ging, dem bunten Liniengewirr durch Hervorhebung und Hinzufügung Struktur zu verleihen und Objekthaftes sichtbar zu machen. Auf diesem Wege ist eine kleine Serie von 30 Zeichnungen (Format A5) entstanden.




 
Einige dieser Zeichnungen haben wir dann im Badezimmer, das wir mit unserer amerikanischen Kollegin Michele teilten, aufgehängt.







Ein weiteres Thema im gemeinsamen Alltag war das Spiel mit den Legobausteinen, genauer gesagt handelte es sich um die größeren Exemplare, die Duplos. Hier stellte sich mein Vorsatz des gemeinsamen Bauens als doch reichlich verfrüht heraus. Julian findet mehr Interesse an der Dekonstruktion. Schnell sind die von mir zusammengefügten Steine wieder aufgelöst und in eine Ecke geschleudert. Aber auch dieses Spiel läßt sich lange treiben, bis zu dem Augenblick, wo er mir plötzlich die Steine zureicht, einen nach dem Anderen und ich im schnellen Rhythmus vor seinen Augen etwas zusammenstelle, das wenigstens für die Dauer der gemeinsamen Tätigkeit Interesse hervorruft. Die kleinen Bauwerke, habe ich fotographisch dokumentiert, um diese dann in einem weiteren Schritt durchaus architektisch zu betrachten und zeichnerisch weiter zu entwickeln. Ursprünglich war es mein Vorhaben jedes dieser Legoobjekte zeichnerisch in eine tatsächlich baubare Form, als belebbares Haus oder begehbare Skulptur zu bringen. Dieser Plan war war jedoch zu weit gegriffen. Objekt I, als Haus mit gut 100 m² Wohnfläche und einer Werkstätten- oder Studiomöglichkeit im Erdgeschoß hat die zur Verfügung stehende Planungszeit zur Gänze beansprucht. Es sind 8 Freihandskizzen, koloriert (Format A4) entstanden.








 

Eine weitere Arbeit die Klara und ich gemeinsam betrieben haben, bezieht sich auf das Atelierhaus Schloß Plüschow selbst, dass uns sehr beeindruckt hat.
Wir waren spät und nach langer Fahrt dort angekommen und mußten den Leiter des Atelierhauses, Udo Rathke anläuten, um uns in aller Schnelle ins Haus einzuführen.
Beim Eintreten waren wir extrem beeindruckt von der Atmosphäre des Stiegenhauses. Wir waren in einen Raum eingetreten, indem sich Geschichte nicht allein durch die architektonische Ausprägung, sondern insbesondere durch eine sprichwörtlich greifbar gewordene Stille, Präsenz verschafft zu haben schien.
Nachdem ich die wichtigsten Dinge nach oben in unser neues Domizil verfrachtet hatte, war ich noch eine Weile unten auf der Treppe sitzen geblieben, wohl wissend, dass sobald wir Teil des Lebens in diesem Haus geworden sind, eine derart ausgeprägte Empfindung der Örtlichkeit nicht mehr möglich sein würde.
Unsere Videoarbeit bezieht sich auf diesen ersten Moment im Stiegenhaus und auf das in den darauffolgenden Tagen und Wochen sich entwickelnde Leben, das sehr von den täglich stattfindenden Stiegenhausaufenthalten mit Julian geprägt war. Er fand großen Gefallen an den von langer Benutzung gerundeten Bodenbrettern. Stiegen steigen ist jetzt seine liebste Sportart. Wir haben da Ball gespielt und Luftballone runterschweben lassen. Sein Gebrabbel und Gequietsche hat das Haus sicherlich ungewöhnlich belebt.
In 6 Abschnitten konnten wir gut ein Stunde Film- und Tonmaterial sammeln. Über unser Konzept wird erst zu reden sein, wenn die Schneidearbeit und Tonmeisterei geschafft ist.
Vorerst Videostills und fotographische Annäherungen.











 

Wir möchten uns bei der Stadt Linz und im Besonderen bei Mag. Holger Jagersberger für die Gewährung des Auslandsstipendium bedanken.
Beste Grüße und Dank auch an die Leitung und sämtliche Mitarbeiter des Atelierhauses Plüschow für die freundliche Aufnahme.

Klara und Franz








Sonntag, 9. Dezember 2012

"Every wall is a door"

Ausstellungsbeteiligung im Salzburger Kunstverein
Eröffnung am 5.Dezember 2012

http://www.salzburger-kunstverein.at/at/presse/




Klara Kohler
Every Door Is a Wall, 2012, Kugelschreiber auf Papier, 32 x 23 cm

Klara Kohlers Textarbeit ist als Antwort auf das titelgebende Zitat des Konzeptkünstlers Sol LeWitt entstanden. Dessen Satz „Every Wall is a Door“ (Jede Wand ist eine Tür) war als emphatische Aufforderung zum Bruch mit Regelsystemen gemeint, wird von Kohler jedoch selbst einem rigiden System einverleibt. Einer schulischen Strafarbeit gleich schreibt sie LeWitts Satz hundert Mal nieder und erstellt so eine zwanghaft- repetitive Liste, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Doch produziert jedes System zugleich auch seine Abweichungen: Kleine Fehler und Ungenauigkeiten schleichen sich ein, und an einer stelle findet sich gar die Formulierung „Every Door ist a Wall“ (Jede Tür ist eine Wand) – Versehen oder Absicht? Regelbruch oder düstere Prophezeiung?
(Text von Manuela Ammer)






Die Eröffnung:








folgende Ausstellungsfotos von Andrew Phelps:





Mittwoch, 16. Mai 2012

Ausstellung "Berg Bubu" / Holzschnitte

Ausstellungseröffnung
Mi. 16.5.2012 - 19.30 h
Foyer - Schloß Zell an der Pram

Dauer der Ausstellung:
16.5. - 17.6.12, täglich 9-18 h


Klara Kohler

Berg Bubu
Holzschnitte


In meiner grafischen Arbeit verlasse ich mich auf das, was ich sehen kann.
Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, das Charakteristische.
Das Verhältnis von Nähe und Distanz bestimmt meine Bergmotive. Ich widme mich der Betrachtung des Berges, nicht jedoch seiner Besteigung. Zeichnerisch komme ich nahe heran. Ich erfasse die Form als Ganzes oder widme mich dem Detail bis hin zur Struktur des Gesteins, seiner Oberfläche.
Die Drucktechnik rückt das Motiv wieder ein Stück weit von mir weg. Die Auflösung der Zeichnung in schwarze und weiße Flächen bewirkt eine Abstraktion, wodurch ohne mein Zutun etwas in Erscheinung tritt, das ich nur mit ungenügenden Worten bezeichnen kann.
Stillstand, vollkommnene Ruhe?


Foto: Franz Frauenlob







Ein kurzer Text zu meiner Arbeit meiner Ausstellung:

Die Arbeit in und mit der Natur beginnt ursprünglich während unseres Assistenzaufenthaltes bei Arnulf Rainer in Teneriffa. Mein Lebensgefährte Franz Frauenlob hatte damals einen Platz in den Klippen für sein Arbeiten bestimmt, wo wir uns täglich aufhielten. Ich fertigte in dieser Zeit meine ersten zeichnerischen Steinstudien an. Wir waren extrem beeindruckt von der Kraft der Naturformen und beschlossen dieses Thema weiter zu verfolgen. Unmittelbar nach unserem Aufenthalt in Teneriffa entstanden dann erste Holzschnitte, während Franz Frauenlob größere bisher noch unveröffentlichte Malereien anfertigte.
Die Arbeit an den Bergmotiven entwickelte sich dann in den folgenden Jahren seit 2005 kontinuierlich weiter. Die Intention dabei liegt wesentlich in einer meditativen Vertiefung meiner künstlerischen Arbeit insgesamt. Wesentlich erscheint mir das genaue Wahrnehmen des Soseins der Dinge und der Vermittlung der Faszination der Naturerscheinungen.
Die symbolische Bedeutung des Bergmotives seit alters her, spielt für diese Arbeit ebenfalls eine gewisse Rolle, schwingt selbstverständlich mit, ohne jedoch eine tragende Rolle für mein Tun einzunehmen.
Die neue Serie mit dem Titel 'Berg Bubu' bringt in verschiedenen Hinsichten eine Erweiterung meiner bisherigen Arbeit. Die Einbeziehung von Darstellungen meines jüngst geborenen Sohnes in den Werkzyklus mag im ersten Augenblick fragwürdig erscheinen, da sich Neugeborenene wie man weiß rasch weiterentwickeln und von Augenblick zu Augenblick verschiedenste Aspekte des Ausdruckes sichtbar und erlebbar machen. Trotzdem erlebe ich beim Zeichnen immer wieder Momente, vollkommener Ruhe und Konzentration. Die Zeichnung entspricht letztendlich wie bei jedem anderen Motiv das ich bisher künstlerisch bearbeitet habe, einem absoluten Moment innerlicher Verbindung. Dieses Anhalten der Zeit ist erscheint mir als eine Grundbedingung meiner Arbeit.

Einige Stichworte:

Wiederholung, Das Wiederkehrende
Der Berg, Das Kind, Das Absolute
Die Ruhe, Der Stillstand, Der Schlaf
Ausdauer, Langsamkeit, Schauen



aus dem Atelier zu "Berg Bubu" / Holzschnitte







Aus dem Atelier einige Eindrücke